Presse

2014

Macbeth (Staatstheater Darmstadt)

„Es war der Abend Will Humburgs, des neuen Generalmusikdirektors des Hauses, und seines glänzend disponierten Orchesters. Humburg erlöst den oft noch starren Formelstil des frühen Verdi aus seiner mechanischen Begleitfunktion, spitzt die klangmalerische Instrumentation der 1865 für Paris neukomponierten Teile – etwa die brütenden Streicher  in der düsteren Arie der Lady („La luce langue“) oder die dissonante Harmonik des Chors der schottischen Flüchtlinge – aufs Äusserste zu, ja gibt jeder Phrase gestische Bedeutung. Man begreift, was Verdi gemeint hat, wenn er von der „tinta musicale“, der musikalischen Klangfarbe seiner Opern sprach. Im „Macbeth“ ist es die nachtschwarze Düsternis. Humburg trifft sie in jedem Ton – vom unheimlich klagenden Unisono der Holzbläser im Vorspiel über die bizarren Hexenchöre bis zu den dumpfen Paukenschlägen und tiefen Blechakkorden, die am Schluss den (hier aus der Urfassung übernommenen) Tod Macbeths besiegeln. Aber er verweigert der Musik auch nicht die grandiosen Aufschwünge an den beiden ersten Aktschlüssen, den verloren-triumphalen Ton beim Trinklied der Lady, den Aufschrei der Elemente nach der Ermordung Duncans. Vor allem aber treibt er das mörderische Herrscherpaar an, Verdis Vortragsanweisungen zu folgen.“

– Opernwelt, Uwe Schweikert

„Er ist der neue GMD in Darmstadt, er hatte einen schon zur Pause bejubelten Einstand. Humburg ist ein Dirigent, der für die Sänger da ist, speziell auch für den Chor, eine derartig detailreiche Chorführung erlebt man selten. Herausragend aber auch, wie vielseitig das Darmstädter Orchester klingen konnte, wie hart, wie fahl, wie süß, wie plastisch und drastisch. Humburg dirigierte nicht einfach einen Verdi, er dirigierte die morbide Welt des verstrickten Königs Macbeth und seiner irren Königin.“

– Frankfurter Rundschau, S. Schickhaus

„Dem Treiben von Macbeth und seiner Lady liefert das Staatsorchester einen bemerkenswerten, dichten Hintergrund. Will Humburg am Pult geht sichtbar engagiert zu Werke, ganz wunderbar herausgearbeitet sind die sanglichen Themen, Macbeths fahle Nachtgedanken, das triumphale Trinklied der Lady, die aufflammenden Zweifel finden ihren Widerpart im Orchester. „

– Darmstädter Echo, G. Döring

2014

Otello (Oper Köln)

„Will Humburg, der Mann für Verdi, kennt in seinem kraftvollen Tun auch gegen Ende der Feierlichkeiten zum Verdi-Jahr keine Ermüdungserscheinungen. Die Hände ragen unentwegt aus dem Orchestergraben hervor und durchwirbeln die Luft. Besonders in den großen Bildern mit dem hart geforderten, gut präparierten Chor (Andrew Olivant) leistet Humburg Schwerstarbeit, er setzt jeder Phrase nach, das verstärkt den dramatischen Impetus der Musik.“

– Generalanzeiger Bonn/Kölner Rundschau, Olaf Weiden, 20.05.2014

„Will Humburg setzt sich eindeutig ein Denkmal. Wie er mit Solisten, Chören und nebenbei auch noch mit dem Gürzenich-Orchester umgeht, dürfte unvergesslich bleiben. Unter vollem Körpereinsatz trägt er die Solisten auf Händen, lässt das Orchester filigran aufspielen und bringt en passant die Chöre auf Linie. Dabei vergisst er nicht, die großen Verdi-Momente in Szene zu setzen. So will man Verdi hören!“

– Opernnetz.de, Michael S. Zerban, 18.05.2014

„Seit er Chef des Teatro Massimo di Catania war und an der Scala und in Rom gearbeitet hat, hat er sich offensichtlich in das italienische Repertoire in einer Art und Weise eingefunden, die ihn zu einem durchaus führenden Interpreten dieser Werke gemacht hat.“

– Der neue Merker, Klaus Ulrich Groth, 18.05.2014

„Will Humburg dirigierte mit Umsicht das Gürzenich-Orchester, vermittelte die richtige Itallianitá und überdeckte nie den Gesang… Fazit: Ein großer Abend“

– Operapoint, Dr. Olaf Zenner, 20.05.2014

2014

Der Traum ein Leben (Oper Bonn)

„Dirigent Will Humburg hat den ungebrochenen Mut zu monumentaler Wucht und klangverliebter Sentimentalität, aber er verliert sich nicht in ihnen, sondern bleibt auf frappante Weise präzise und transparent. Das Disparate der Komposition zeigt sich in Humburgs Power-Dirigat bestenfalls noch als Facettenreichtum eines scharf geschliffenen Edelsteins.“

– Opernglas, April 2014

„Der Dirigent Will Humburg bringt die handschriftliche Partitur durch das Beethoven Orchester Bonn zu voller Blüte. Zweieinhalb Stunden schwelgen er und die Musiker in spätromantischen vollen Tönen. Das Publikum dankte mit vielen Bravos“

– Südwestdeutscher Rundfunk, SWR2, Henning Hübert, 30.03.2014

„Dass die Oper gegen ein solches Übermaß an optischen Reizen überhaupt bestehen kann, ist das Werk des Dirigenten Will Humburg, dem es gelingt, der farbenfreudig instrumentierten melodischen Substanz von Opus 51 unpathetisch zu ihrem Recht zu verhelfen. Mit dem erstklassigen Beethoven Orchester Bonn kehrt er die psychoanalytische Ebene der Oper hervor. Verdichtete Blechbläser-Einsätze konterkarieren schwebende Lyrismen der harfenarpeggierten Traumlandschaft, aufsteigende Ganztonleiter und Cluster, Fanfarenklänge und tonmalerisch forciertes Kriegsgetön mit gestopften Trompeten, sowie Melismenketten sorgen für effektvolle Kontraste. Die musikdramatische Fortentwicklung basiert bei Braunfels auf einer bisweilen plastischen, häufig jedoch subkutanen nachwagnerschen Leitmotivtechnik. Plastisch nachvollziehbar sind das sich windende Motiv der Angst und die Jagd nach dem Glück mit großen Sexten, wie auch ein identisches Motiv für Mord und Verhängnis. Die rhythmisch vorwärts treibenden, ihr Gesicht verändernden Triolen bleiben stets schleichend und böse. All das baut der Dirigent schlüssig auf, und das Beethoven Orchester Bonn entfaltet es prachtvoll.“

– NMZ Online, Peter P. Pachl, 31.03.2014

„Will Humburg erfasst das Werk vom Pult aus in seiner ganzen Schönheit, gestaltet einen oft kantigen, erstaunlich vielfarbigen, von den dreifach besetzten Holzbläsern angeführten Klang, in dem Celesta und Blockflöte, auch Schlagwerk und Trompeten besondere Klangbedeutung zukommt. Chor und Orchester folgen durchgängig präzise und mit lustvoller Begeisterung.“

– Concerti, Andreas Falentin, 30.03.2014

„So kann sich die Produktion, die für den Rundfunk mitgeschnitten wurde, vokal hören lassen – und instrumental noch mehr, denn unter der Leitung von Will Humburg läuft das Beethoven Orchester Bonn zu großer Form auf, sehr präsent in den vielen solistischen Holzbläser-Passagen, kraftvoll und gleichzeitig transparent im Tutti, mit großer Palette an Klangfarben.“

– Online Musik Magazin, Stefan Schmöe, 30.03.2014

„Das Beethoven-Orchester Bonn unter der äußerst intensiven musikalischen Leitung Will Humburgs findet zu dieser neo-traditionellen Musiksprache einen einfühlsamen und durchgängig aufgeschlossenen Zugang. Wunderbar zurückgenommen, etwa im Einsatz der Bläser gleich zu Beginn, überberstend und fast im Rausch in den exzessiven Momenten von Zerstörung oder Verschmelzung.“

– Opernnetz, Ralf Siepmann, 30.03.2014

„Dieses Geschehen in orientalischem Milieu gibt Braunfels viel Gelegenheit, die Klangwelt von Richard Strauss anzuzapfen. Aber er geht, auch hier mit Strauss vergleichbar, über Wohlklang immer wieder hinaus, wagt bizarre, sogar aggressive Harmonik. In seiner Musik brodelt und schillert es. Die Versöhnlichkeit der Schlussszene kann natürlich nicht anders als in einem delikaten Dur enden. Das alles wird vom Beethoven Orchester unter dem präzise fordernden Will Humburg bestens realisiert.“

– Der Neue Merker, Christoph Zimmermann, 30.03.2014

„Der Garant dafür, dass diese Musik funkelt, schillert, ihre Schroffheiten ebenso wie ihre Lyrik entfaltet, ist Will Humburg am Pult des Beethoven Orchesters Bonn. Kein Wunder, dass der Beifall des Premierenpublikums geradezu stürmisch ausfällt.“

– Theaterpur.net, Christoph Schulte im Walde, 30.03.2014

2014

Aida (Oper Bonn)

„Da hat sich ein Dream-Team gefunden, geballte Verdi-Autorität, die sich spürbar aneinander entzündet. Es grenzt an ein Wunder, mit welcher Präzision Humburg gerade in den Massenszenen das musikalische Geschehen bündelt und zu greller Brutalität zuspitzt.“

– Opernwelt, Regine Müller, 04/2014

„Der Star des Abends aber steht am Dirigentenpult, und das keineswegs nur wegen der großen Umsicht und Souveränität, mit der Will Humburg den riesigen, zwischendurch im ganzen Raum verteilten Klangkörper aus Orchester und Bühnenmusik, Solisten, Chor und Extrachor koordiniert und mit allerbesten Kapellmeistertugenden auch dann zusammenhält, wenn mal eine Sängerin sehr frei mit den Tempi umspringt.“

– Online Musik Magazin – Stefan Schmöe, 17.02.2014

„Will Humburg war nicht nur ein überaus engagierter Dirigent, der in der tumultuösen Triumphszene den Überblick über zahllose, im ganzen Opernhaus verteilte akustische Quellen behält. Viel entscheidender war seine Fähigkeit der dramatischen Zuspitzung, die er vor allem durch die energischen und präzis durchgeführten Tempowechsel, namentlich in den vielen Orchesterrezitativen, bewerkstelligte.“

– WDR Opernblog, Richard Lorber, 24.02.2014

„Dirigent Will Humburg treibt das Beethoven Orchester Bonn mit theatralischen Gesten in große Exaltationen, findet aber auch immer wieder den intimen Ton, um seinen Sängern feine Gestaltungsmöglichkeiten zu lassen. So gelingt dem gesamten Team die Synthese zwischen großer Repräsentationsoper und kleinem, detailliert gestaltetem Liebesdrama.“

– Deutschlandradio Kultur, Uwe Friedrich, 16.02.2014

„Nun bestätigt Verdis „Aida“, deren Premiere an der Oper Bonn orkanartig umjubelt wurde, einmal mehr, dass Hilsdorf noch lange kein zahnlos gewordener Tiger ist und Verdi-Spezialist Humburg nach wie vor als gewaltiger und impulsiver Klangmagier agiert…
…Aus Verdis so vielschichtiger Musik macht Will Humburg ein Ereignis voller Sogkraft, die schlichtweg überwältigt.“

– Neue Musik Zeitung/Westfälische Nachrichten – Christoph Schulte im Walde 17.02.2014

„Nichts anderes als tiefen Respekt kann man vor der Koordinationsleistung von Will Humburg, dem musikalischen Leiter, empfinden. Wie er das Beethoven Orchester Bonn, den Chor- und Extrachor des Theaters sowie die Hundertschaft der Statisterie mit großem physischen Einsatz führt, die musikalischen Stränge der Akteure auf der Bühne und im übrigen Haus zusammenhält und nicht zuletzt den Stellungswechsel seiner Musiker zwischen Graben und Bühne meistert, ist bravourös. Das Orchester spielt mit Hingabe, in den monumentalen Passagen wie in den filigranen der genialen Partitur, die für Verdis vielleicht reifstes Werk charakteristisch sind.“

– Opernnetz.de, Ralf Siepmann, 02.2014

„Dieser Verdi ist aber auch ein echter Humburg! Was er und das Beethoven Orchester da zu Gehör bringen, ist vom Allerfeinsten. Da schwillt der Triumphmarsch an, braust auf ohne zu einem Klangbrei zu werden; die Hasstiraden der Amneris werden ebenso schrill herausgearbeitet wie ihre Verzweiflungsattacken ganz fein und sensibel fließen. Und der Todesgesang der Liebenden wird fast zu einem sanften Schlaflied – großartig!“

– theater:pur, Thomas Hilgemeier

2013

Lucia de Lammermoor (Teatro de la Maestranza de Sevilla)

„Mit Will Humburg vor einem vollkommenen Orchesta Sinfónica de Sevilla offenbart sich die Größe dieser Partitur. Der Deutsche Maestro schaffte es mit seiner Vitalität, seinem ausgezeichneten dynamischen Spiel und der Aufmerksamkeit die er den Solisten schenkte den Abend zu höherem zu führen, das Publikum vibrierte in seinen Sitzen während des spektakulären Endes des zweiten Aktes.“

– Mundoclassico.com, Pedro Coco

„Humburg zeigte dem Publikum orchestrale Feinheiten, die die romatische Musik Donizettis umschlossen, insbesondere während des feierlichen Sextetts und in der Brillianz und Energie mit der er das Ende des zweiten Aktes dirigierte…“

– El Confidencial, David Cuesta

„…das Orchester kam in den Genuss eines Dirigats das Intensität und Tiefe bieten konnte, wo die Partitur keine zu haben schien, und somit den richtigen Moment für jede Passage fand.“

– Diario de Sevilla, Andrés Moreno Mengíbar

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