Presse

2016

Jérusalem (Theater Bonn)

„Dass die erste deutsche Inszenierung von „Jerusalem“ in Bonn dennoch Interesse wecken kann, ist Will Humburg, dem derzeit besten Verdi-Dirigenten Deutschlands zu verdanken, der das Beethoven-Orchester über sich hinauswachsen lässt. Humburg wölbt nicht nur die großen dramatischen Bögen zu emotionalen Höhepunkten, sondern lenkt den Blick immer wieder auf die feineren Nuancen der sorgfältig instrumentierten Partitur, legt Nebenstimmen frei, lässt Soli leuchten – etwa das Horn im schon erwähnte Duettino oder die Holzbläser in Hélènes „Ave Maria“ – und schärft mit zupackenden Akzenten die theatrale Gestik der Musik. Nicht zuletzt weiß er die lange hochmütig als Leierkastenmusik verspottete Melodik agogisch zu beatmen, sodass selbst scheinbare Floskeln spannend klingen.“

– Opernwelt, Uwe Schweikert

„In der Bonner Oper wird die deutsche Erstaufführung von Giuseppe Verdis „Jérusalem“ zum Ereignis. Dirigent Will Humburg spornt das Beethoven Orchester, den Chor und die Solisten zu Bestleistungen an. […] mit einer Produktion, die nicht weniger als eine musikalische Sternstunde ist, die am Premierenabend vom Publikum heftig gefeiert wurde.

Das liegt vor allem an dem Dirigenten Will Humburg. Er ist das Kraftwerk, das alle Beteiligten mit der Energie versorgt, die es braucht, um Verdis Frühwerk musikalisch zum Glühen zu bringen. Dass „Jérusalem“ auch in anderen Ländern selten auf den Spielplänen zu finden ist, erscheint nach dem Bonner Abend nicht nachvollziehbar…

Humburg und das Beethoven Orchester ließen die Gelegenheit nicht verstreichen, hier gleich ganz große Klasse zu zeigen – was über die gesamte Strecke des (inklusive Pause) dreistündigen Opernabends anhalten sollte. Man hörte wunderbare Soli und packende, präzise ausgeführte Tuttipassagen, prägnante Streicherepisoden, grandiose Crescendi und fein herausgearbeitete Pianostellen. Oft in perfekter Interaktion mit dem homogen und klangstark agierenden Chor, dessen Einstudierung der neue Chordirektor Marco Medved übernommen hatte.“

– Generalanzeiger Bonn, Bernhard Hartmann

„Grandios gelingt Willi Humburg, dem Dirigenten des Beethoven-Orchesters Bonn, schon der musikalische Einstieg. Ein einfühlsames Orchestervorspiel von gerade einmal vier Minuten baut sich mit Pastelltönen auf, während Wegzeichen einer christlichen Erlösungsutopie auf den Bühnenvorhang projiziert werden: Inferno, Vorhölle, Hölle, Himmel und ähnliches mehr. Nach ein paar Takten Rezitativ finden sich Sopran und Tenor, Hélène und Gaston, in einem charmanten Duettino, das ihre Liebe rühmt. Das anschließende morgendliche Angelusläuten fungiert als Klangteppich für das Salve Maria, in dem Hélène und ihre Vertraute Isaure eine Zukunft jenseits von Hass und Zerstörung beschwören. Diese Stimmung wird von einem großen Chor verstärkt, der das kreiert, was unter der Grand opéra Mitte des 19. Jahrhunderts zu verstehen ist. Ein großes orchestrales Opernkino nimmt seinen Lauf, die frankophilen subtilen Passagen Verdis ebenso treffend wie den Pathos der Heroen jedweder Provenienz. Sind die Musiker des Orchesters in Bestform, so sind es der Chor und der Extrachor des Theaters Bonn unter seinem neuen Leiter Marco Medved nicht minder. Superb!“

– Opernnetz, Ralf Siepmann

„Will Humburg entführt mit dem Beethoven Orchester in die Mailänder Scala. Realiter dirigiert er Verdis „Jerusalem“ freilich an der Bonner Oper. Seit letzter Spielzeit GMD in Darmstadt, ist Humburg häufiger Gast an diesem Haus wie auch im benachbarten Köln. Dort wird er demnächst mit „Parsifal“ (WA) zeigen, dass sein Repertoire über die italienische Oper entschieden hinaus geht, für die er allerdings ein besonderes Händchen besitzt, wie immer wieder erlebt. […]

Die Wertschätzung des Dirigenten für „Jérusalem“ ist unschwer nachvollziehbar, nicht zuletzt deswegen, weil es dem Dirigenten gelingt, Verdis musikdramatische Sprache bis ins letzte Detail auszureizen und in flammenden Klang umzusetzen. Unter seinen Händen gewinnt jede melodische Floskel, jede dynamische Finesse essenzielle Bedeutung. Die Blechbläser trumpfen machtvoll auf, die Holzbläser kolorieren farbenfroh (manchmal, wie in dem „Nabucco“-nahen Chor „O Signore, dal tetto natio“, sogar naiv und drastisch), die Streicher spannen große, vibrierende Bögen. Humburgs Interpretation überfällt den Zuhörer förmlich. Nicht von ungefähr war die Reaktion des Premierenpublikums enthusiastisch wie selten. […]

Szenisch also ein absolut runder Drei-Stunden-Abend. Sein eigentlicher Sieger heißt gleichwohl Will Humburg.“

– Der Opernfreund, Christoph Zimmermann

„Musikalisch bewegte sich diese Premiere auf hohem Niveau. Von der übersichtlich langen, aber von imposanten Klängen geprägten Ouvertüre an bewies Will Humburg am Pult des Beethoven Orchesters ein zu großen Bögen, machtvoll aufblühenden Phrasen und sensibler, aber farbenreicher Begleitung fähige Hand, die trotz eigener Akzente und detailreicher Ausgestaltung die Vokalstimmen nicht überdeckte.“

– Das Opernglas, Yeri Han

„Will Humburg wirft nun seine ganze Energie in das Scharmützel um die Wiedergewinnung des Werks. Er treibt das Beethoven-Orchester Bonn nicht nur zu energiegeladenen und sich wirkungsvoll steigernden Finali, sondern leuchtet auch die in sattem Piano begleitenden Partien umsichtig aus. Anders als bei anderen Produktionen der letzten Jahre spielte die Kapelle der Bundesstadt bemerkenswert präzise zusammen und ließ es funkeln. Das Kollektiv wurde dem Lakonischen mancher Konfliktbetonung ebenso gerecht wie der Delikatesse der virtuosen Bläser-Partien.“

– nmz, Frieder Reininghaus

 

 

2016

Das schlaue Füchslein (Staatstheater Darmstadt)

„Das Staatsorchester Darmstadt unter seinem GMD Will Humburg hat diese Herausforderung angenommen und zeigt sich rhythmischen Kniffligkeiten ebenso gewachsen wie der sperrigen Beredsamkeit von Janáceks Melodik. Gewiss: Dies war immer eines der besten Opernorchester der Republik, gefördert und geschult durch wache Chefs (zwischen Karl Böhm, Hans Drewanz, Marc Albrecht) und ein zur Moderne hin stets offenes Repertoire. Doch wie Humburg für musikalische Klarheit sorgt, für Sicherheit im Detail, wie er die Zentripetalkraft von Harmonik und Hymnik aufblitzen und abtauchen lässt, das verblüfft doch. Und es gibt diesem Abend seine besondere Signatur.“

– Opernwelt, Stephan Mösch

„Wirklich Glaubwürdiges dringt nur aus dem Orchestergraben. Mit geschlossenen Augen purer Genuss. Will Humburg stellt das Staatsorchester Darmstadt ganz in den Dienst der Musik. Janáčeks Tonsprache ist dramatisch, Erregung pur, stimmungs- und empfindungsreich, ein in Klänge übersetzter Sprachfluss, der die menschliche Stimme als Instrument einbezieht und den Blick in die Seele der Natur eröffnet.“

– Opernnetz, Christiane Franke

2015

1. Sinfoniekonzert 2015/16 (Staatstheater Darmstadt)

„[…] zusammen mit GMD Will Humburg bereitete es [das Staatsorchester] die Hörer anhand ausgewählter Klangbeispiele auf die thematischen, satztechnischen und atmosphärischen Besonderheiten von Bruckners 8. Sinfonie vor. Humburg sprach lebendig, instruktiv und mit Witz zur Sache, und um dem Publikum die Entscheidung für die Zweitfassung des Werks von 1890 plausibel zu machen, dirigierte er aus dem Kopf sogar das triumphale Ende des 1. Satzes aus der Erstfassung.

Tatsächlich wirkte der gespenstische Satzschluss der Zweitversion im Gesamverlauf wesentlich spannungsvoller. Auch der musikalische Scherz im Scherzo, auf den der GMD aufmerksam gemacht hatte, war deutlich wahrnehmbar: das Stolpern des „Deutschen Michel“ im Part der Flöte. In der Saisonbroschüre war das Konzert eingeführt mit dem bekannten Witz vom himmlischen Betriebsausflug auf die Erde, als dessen Pointe der Heilige Geist erklärt, er sei noch nie in Rom gewesen. Was auf den ersten Blick wie ein bloßer Kalauer wirkte, erwies seinen ernsthaften Hintersinn während einer 80-minütigen Aufführung, die an Intensität nicht so leicht zu überbieten sein dürfte. […]

Wie das Staatsorchester den atmosphärischen Gegensätzen, den instrumentalen Farben und den strukturellen Beziehungen Profil gab und dabei ohne hörbare Ermüdungserscheinungen bis zum dramaturgisch mühsam errungenen Schluss die Spannung hielt, war eine sinfonische Höchstleistung, die das Publikum mit langem herzlichen Beifall quittierte.“

– Das Orchester, Andreas Hauff

2015

Norma (Hessisches Staatstheater Wiesbaden)

„So war es einzig Will Humburg am Dirigentenpult, der in dieser Aufführung etwas von Bellinis dramatischem Feuer, aber auch von seiner schwärmerischen Melancholie vermittelte und nicht nur exzellent begleitete, sondern immer wieder Mittelstimmen freilegte und klangliche Akzente setzte, die man normalerweise nicht hört.“

– Opernwelt, Uwe Schweikert

„Das Glanzlicht setzte Will Humburg mit seinem Dirigat. … Mit flottem Tempo gestaltete er die Ouverture und ließ sie filigran, temperamentvoll und inspiriert erklingen.“

– Der Opernfreund, Manfred Langer

„Will Humburgs Dirigat ist zupackend und lockt weniger einen kapriziösen als einen schwungvollen, energischen, sehr verdihaften Bellini hervor. Das ist überzeugend, das Orchester stellt sich unbedingt darauf ein, der Chor auch, musikalisch ein grosser Abend.“

– Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

„Das alles grundiert das ausgezeichnete Staatsorchester Wiesbaden unter der energetischen Leitung von Will Humburg, GMD am Staatstheater Darmstadt und ausgewiesener Belcanto-Experte. Humburg treibt aus Bellinis frugalem Orchestersatz delikate Farben und sein exquisites Rhythmusgefühl lässt den Sängern bei einem angenehm straffen Grundtempo alle notwendige Zeit zur Entfaltung stimmlicher Opulenz. Eine herausragende Leistung, die schon zur Pause mit Bravorufen honoriert wurde und sich beim Schlussapplaus noch erheblich steigerte.“

– Echo, Steffen Meder

„Will Humburg, der neue GMD des Darmstädter Hauses, der nun am Wiesbadener Staatstheater für diese Inszenierung am Pult steht, lässt bereits in der Ouverture die Härte des Inhalts erkennen, hält das ihm präzis folgende Staatsorchester zu Schärfe an und wurde nach der Premiere gefeiert.“

– Hessische/Niedersächsische Allgemeine, Britta Steiner-Rinneberg

2014

Giovanna d’Arco (Theater Bonn)

„Ein Stück, das unbedingt die Wiederentdeckung lohnt, kammerspielartig dicht, musikalisch farbig. Das kommt glänzend heraus in der Interpretation des Dirigenten Will Humburg.“

– WDR5-Scala, Ulrike Gondorf

„Wenn man alleine der oft geradezu unverfroren schmissigen Musik Verdis lauscht, erledigt sich manche Skepsis, zumal das BEETHOVEN ORCHESTER von WILL HUMBURG geleitet wird, einem Mann mit Italianità-Sensorium wie kaum ein zweiter. Seine Präzisionsakribie mag die Musik hier und da etwas kasernieren, andererseits wird ihr jugendflammender Elan geradezu nervenkitzelnd herausgearbeitet.“

– Der neue Merker, Christoph Zimmermann

„Der temperamentvolle und präzise Dirigierstil Will Humburgs führt das Beethoven Orchester zur Höchstleistung. Schon allein dafür lohnt der Besuch dieser frühen Verdi-Oper.“

– Bonner Generalanzeiger, Bernhard Hartmann

„Es ist die fulminante Leistung des großartigen Beethoven-Orchesters Bonn unter der begnadeten Orchesterleitung von Will Humburg. Ich glaube, es gibt weit und breit keinen besseren Verdi-Dirigenten. Ein Magier im Orchestergraben.“

– Der Opernfreund, Peter Bilsing

„Dabei tat Will Humburg, Verdispezialist seit einigen Jahrzehnten inzwischen, einmal mehr alles, um die Mitwirkenden zu motivieren und von seinem stringenten, spannenden, glutvollen, aber nie reißerischen Konzept zu überzeugen … – die Bonner Intendanz täte gut daran, ihn als feste Größe für die geplante Reihe von Inszenierungen früherer Verdiopern zu verpflichten.“

– Online Musik Magazin, Thomas Tillmann

„Will Humburg und das vorzüglich disponierte Beethoven Orchester modellieren diese Besonderheiten wie selbstverständlich heraus, von der beispielhaft filigran und dynamisch musizierten Ouvertüre bis zum seltsam verlöschenden, sich dann noch einmal aufbäumenden Schluss.“

– Concerti, Andreas Falentin

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