Oper Köln: Il Trovatore

Il Trovatore – Ein Kammerspiel in Köln

Wer sich aber der Musik anvertraute, durfte sich ganz unvoreingenommen der grandiosen Interpretation dieses Meisterwerks von Will Humburg mit dem Gürzenich Orchester hingeben. Humburg ließ Raum und Zeit für Generalpausen, fürs Spiel, fürs Verstehen. Um dann mit Verve die Musik zum Strahlen zu bringen.

Mechthild Tillmann, www.liveinderoper.com., 02.03.2020

 

Nicht nur als umsichtiger und sängerfreundlicher Begleiter glänzt Will Humburg am Pult des ausgezeichneten Gürzenich-Orchesters, er findet eine ausgezeichnete Balance zwischen ausschwingenden Kantilenen und dem nötigen Brio für diese Partitur, macht dazu noch etliche sonst meist überspielte Details hörbar: Plastisch ausgeformte Nebenstimmen, unerwartete Dissonanzen, schillernde Farben…. Man darf Will Humburg dankbar sein, dass er ungeachtet dieser nicht einfachen Diskussion einen glutvoll-farbigen Verdi dirigiert, der nichts an Kolorit schuldig bleibt, sich aber auch nicht darin verliert.

Stefan Schmöe, www.omm.de, 07.03.2020

 

Will Humburg dirigiert in Köln einen Verdi, der das Publikum in die Sitze drückt, weite dynamische Gegensätze aufspannt und das Orchester zu einem Vehikel macht, das durch große Gefühle rast. Über Tcherniakovs Interpretation dieser „Geschlossenen Gesellschaft“ lohnt es sich jedenfalls nachzudenken; Giuseppe Verdi hätte das vermutlich ganz gut gefallen, meint unser Kritiker Christoph Schulte im Walde.

Christoph Schulte im Walde, www.nmz.de , 07.03.2020

 

Will Humburg, ein ausgewiesener Verdi-Experte steht am Pult. Er hat in Köln zuletzt unter anderem „Otello“, „La Traviata“ und „Falstaff“ dirigiert, während er in Bonn mit frühen Verdi-Opern wie „Attila“, „I due Foscari“ und „Les Vêpres Siciliennes“, 2012 mit „Il trovatore“ für ein volles Haus sorgte. Er kennt sich in Verdis Aufführungspraxis bestens aus und arbeitet mit den Sängern die Verzierungen bei der Wiederholung der Cabaletta nach deren Fähigkeiten akribisch aus. Humburg lässt die Partitur klar erscheinen ohne dass es akademisch-verkopft oder zu leise wird oder gar schleppt.

Ursula Hartlapp-Lindemeyer, www.opernmagazin.de, 02.03.2020

 

Will Humburg behandelt das Gürzenich-Orchester als einen Apparat zur Freisetzung höllischer Energie. Alfred Einstein gab zu bedenken, dass der Komponist des „Falstaff“ mit dem „Trovatore“ keine bloße Drehorgelmusik geschrieben haben könne; Verdis Geheimnis sei nicht weniger tief als dasjenige Wagners. Bei Tcherniakov steht am Ende der Vorstellung die Tür offen, ohne dass jemand ins Leben flieht. Stärker ist, was die Personen aneinander bindet. Das muss etwas zu tun haben mit dem Formelhaften der Rhythmen und Melodien, den Drehorgelmomenten der Musik: ein Geheimnis ohne Schlüssel.

Patrick Bahners, FAZ,  06.03.2020

 

Will Humburg zeigt mit dem an der Seite positionierten Orchetser, warum er den Ruf eines großartigen Verdi-Interpreten hat. Glutvoll und feurig ist sein Dirigat, um sich bald zurück zu nehmen und zusammen mit dem Gürzenich-Orchester die komplette Palette der Verdi‘schen Klangfarben und damit einen Trovatore par excellence zu präsentieren.

Jochen Rüth, www.deropernfreund.de, 02.03.2020

 

Meine zwei absoluten Lieblingsstars des Abends waren allerdings das Gürzenich-Orchester und der Chor der Oper Köln – jeweils und insgesamt vom Routinier Will Humburg, quasi aus dem dunklen linken Abseits [Staatenhaus], aufs Allerwonnigste zum Klingen gebracht.

Andre Sokolowski, www.kultur-extra.de, 02.03.2020

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